7:5 Sieg am Bodensee und 4:0 Verlust zu Hause gegen den selben Gegner

75-sieg-am.jpg

Am vergangenen Freitag konnten die Indians vom ECDC Memmingen ihr Auswärtsspiel beim EV Lindau mit 7:5 überzeugend für sich entscheiden. Am gestrigen Sonntag unterlagen sie dann aber dem selben Gegner zuhause mit einer glatten 0:4 Niederlage vor 1925 Zuschauern am heimischen Hühnerberg.

Memmingen (mfr). Am Bodensee übernahmen am Freitag die Indians ab dem zweiten Drittel das Kommando und konnten sich damit am Ende die drei Zähler sichern.

Ohne Martin Jainz und Sven Schirrmacher angereist erwischten die Indians in Lindau einen katastrophalen Start. Sofort in Unterzahl bekamen sie durch Quaile und Lüsch postwenden zwei Gegentreffer in numerischer Unterlegenheit und konnten bereits nach rund 150 Sekunden einem Rückstand hinterherlaufen.

Das erste Lebenszeichen der Maustädter folgte dann in der siebten Minute, als Petr Haluza den Anschluss markieren konnte. Lindau ließ sich davon aber nicht beeindrucken und erhöhte kurze Zeit später durch Rückkehrer Smith erneut im Powerplay. Wichtig für die Indians dann das 2:3 wenige Minuten vor der ersten Pause durch den wiedergenesenen Beck.

Dieser stand auch im zweiten Drittel im Fokus, nach einem Foul musste er mit der Trage vom Eis gebracht werden, die Indians fortan fünf Minuten in Überzahl. Diese wurde, kurz vor Ablauf, dann genutzt, als Jan Kouba zum Ausgleich einschoss.

Und dann ging es nur noch in eine Richtung: Rory Rawly und Förderlizenzspieler Koziol brachten die Memminger in Führung, Petr Haluza setzte in der 31. Minute sogar noch einen drauf und die Indianer waren plötzlich mit 6:3 in Front. Als dann Smith erneut verkürzen konnte, setzte Daniel Huhn einen Treffer drauf und erzielte den 7:4 Pausenstand nach einem aufregenden zweiten Drittel.

Im letzten Abschnitt brachten die Memminger die Führung dann souverän über die Zeit, lediglich Michal Mlynek war mit einem sehenswerten Alleingang noch für die Lindauer erfolgreich. Doch Grund zum Jubeln hatten nur noch die weit über 300 Fans der Indians, die sich bereits lautstark auf das nächste Derby am Sonntag vor eigener Kulisse einstimmten.

Die Indians kletterten durch diesen Erfolg zunächst weiter in der Tabelle nach oben.

Niederlage im Heimspiel: Gemischte Gefühle beim Derby-Wochenende

Memmingen (mfr). Der ECDC Memmingen geht zwar mit drei Punkten, aber auch einigen schlechten Nachrichten aus dem Derby-Wochenende gegen den EV Lindau. Nach dem starken 7:5 Auswärtserfolg am Bodensee unterlagen die Maustädter am heimischen Hühnerberg glatt mit 0:4. Vor knapp 2000 Zuschauern fanden die Indians offensiv keinen Weg, das Spiel für sich zu entscheiden.

Schmerzliche 0:4 Niederlage vor den heimischen Fans gegen den selben Gegner

Nachdem den Memminger Indians am Freitag ein Erfolg gegen den Kontrahenten aus Lindau geglückt war, wollten die Memminger am Sonntagabend den Abstand auf den EV Lindau in der Tabelle vergrößern.

Ohne den beruflich verhinderten Martin Jainz, Sven Schirrmacher und Patrik Beck, der am Freitag vom Eis getragen werden musste und immer noch im Krankenhaus verweilt, starteten die Maustädter in die Partie.

Doch an diesem Abend lief nichts zusammen: Zu viele Strafzeiten, zu wenig Ideen und viel zu harmlose Aktionen im Abschluss. Doch der Reihe nach. Bereits im ersten Abschnitt gingen die „Islanders“ in einem ausgeglichenen Spiel in Führung. Lüsch brachte die Gäste in Überzahl in Front.

Diese Führung gaben die Mannen von Trainer Whitecotton nicht mehr her, auch weil die Indians viel von ihren offensiven Qualitäten vermissen ließen. Torhüter Schroth konnte die wenigen gefährlichen Aktionen der Hausherren mühelos parieren. Im Gegensatz dazu machten es die Lindauer besser, Mlynek und Laux erhöhten im zweiten Drittel auf 0:3 und sorgten fast schon für die Vorentscheidung.

Diese fiel dann kurze Zeit später, nämlich zu Beginn des letzten Abschnitts, als die Gäste wieder einmal in Überzahl agieren konnten. Farny ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und netzte in der 44. Minute zum 0:4 aus Memminger Sicht ein. Diesem Rückstand konnten die Indians nichts mehr entgegensetzen, nicht einmal zum Ehrentreffer reichte es mehr an diesem Abend, an dem kaum etwas zu funktionieren schien. Dass auch solche Abende in der Oberliga kommen werden, darüber war man sich bereits vor der Saison im Klaren. Doch eine Niederlage im Derby tut immer weh und so waren alle Beteiligten sichtlich angefressen.

Ausblick

Den Indianern bleibt aber nichts anderes übrig, diese Niederlage schnellstmöglichst abzuhaken, am Freitag wartet mit Sonthofen bereits der nächste dicke Fisch auf die Rothäute, die ihren Fans am liebsten den zweiten Erfolg gegen den großen Kontrahenten schenken wollen.

Am Sonntag darauf kommt dann mit dem EV Weiden ein direkter Konkurrent um Platz 8 an den Hühnerberg, in der ersten Partie unterlagen die Indians den Oberpfälzern nur knapp in der Verlängerung.

13.10.2017 EV Lindau – ECDC Memmingen 5:7 (3:2/1:5/1:0)

Tore:
1:0 (2.) Quaile (Farny, Lüsch, 5-4),
2:0 (3.) Lüsch (Smith, Farny, 5-4), 2:1 (7.) Haluza (Beck, Benda),
3:1 (8.) Smith (Gejerhos, Farny, 5-4),
3:2 (16.) Beck (Miettinen),
3:3 (26.) Kouba (Miettinen, Rawlyk, 4-5),
3:4 (28.) Rawlyk (Miettinen, Schirrmacher),
3:5 (28.) Koziol, 3:6 (31.) Haluza (Benda, Miettinen, 5-4)
4:6 (34.) Smith (Farny, Lüsch),
4:7 (39.) Huhn (Kubail, Rott),
5:7 (53.) Mlynek (Smith).

Strafminuten: Lindau: 10 + 5+20 (Gejerhos) – Memmingen 18
Zuschauer: 1167
Schiedsrichter: Fischer

Für den ECDC Memmingen spielten:
Vollmer (Neumann), Benda, Gleß, Rawlyk, Rott, Barrein, Koziol, Miettinen, Gläser, Beck, Pfalzer, Tenschert, Haluza, Huhn, Schirrmacher, Kouba, Piskor, Kirsch, Kubail.

15.10.2017 ECDC Memmingen – EV Lindau 0:4

Tore:
0:1 (15.) Lüsch (Quaile, Smith, 5-4),
0:2 (31.) Mlynek (Klingler, Cech),
0:3 (34.) Laux (Wenter, Brunnhuber),
0:4 (44.) Farny (Mlynek, Quaile, 5-4).

Strafminuten: Memmingen 14 + 10(Haluza) +10(Rawlyk) – Lindau 12
Zuschauer: 1927
Schiedsrichter: Frühlich.

Fotos: entstanden beim Spiel am Sonntag, 15.10. Fotos aus eigener Quelle.

Hier geht es zum kleinen Fotoalbum auf unserer Facebookseite.

scroll to top