FC Memmingen setzt auf seine Pokalchance gegen Würzburg

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Der FC Memmingen wird im bayerischen Pokal-Halbfinale am morgigen Mittwoch gegen den Drittligisten Würzburger Kickers als Außenseiter antreten, wittert aber durchaus seine Chance.

„Wenn wir mit gleichem Einsatz, wie gegen Nürnberg II zu Werke gehen, ist was drin“, sagt FCM-Vorsitzender Armin Buchmann optimistisch, „zu verlieren haben wir nichts“. Sollte die Überraschung gelingen, würde am 28. Mai das Finale zu Hause winken, und das mit bundesweiter TV-Präsenz,

denn es ist geplant, alle Länderpokal-Endspiele live im Fernsehen zu übertragen. Der Rahmen ist bereitet, das Wetter wird mitspielen und so hoffen die Memminger trotz der frühen Anstoßzeit um 18.30 Uhr auf eine würdige Halbfinalkulisse mit 1.500 bis 2.000 Zuschauern in der Memminger Arena. Mit dem Allgäuer Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hartmann (Wangen) bekommt die Begegnung sogar einen prominenten Leiter.

Die Situation

Memmingen ist der letzte echte Amateurvertreter im Wettbewerb. Aufgrund der aktuellen Konstellation hat der FC Memmingen eine Chance, nicht nur ins BFV-Toto-Pokal-Finale sondern noch weiter vorzustoßen. Würzburg hat gute Aussichten als mindestens Viertplatzierter der 3. Liga in die DFB-Pokalhauptrunde einzuziehen. Ähnlich beim SSV Jahn Regensburg, der das andere Halbfinale bereits am heutigen Dienstag gegen Unterhaching als bayerischer Amateurmeister in der Regionalliga bestreitet. Abhängig von den Resultaten beim Rest der Runde, könnte es unter Umständen auch für den Vize-Pokalsieger oder sogar den Dritten noch für den großen Coup reichen.

Die gegnerische Mannschaft

Nach ihrem Drittliga-Aufstieg spielen die Würzburger Kickers eine sehr gute Runde. Die Defensivspezialisten galten zunächst als Unentschiedenkönige, jetzt wird oftmals dreifach gepunktet, was die Franken vom Durchmarsch in die zweite Bundesliga träumen lässt. Momentan steht die Truppe von Trainer Bernd Hollerbach auf dem Relegationsplatz, der zu den Aufstiegsspielen berechtigt. Einzige Mitkonkurrenten sind die SG Sonnenhof Großaspach und der VfL Osnabrück.

Die Besetzung der Würzburger ist auch dann hochkarätig, wenn Reservisten zum Einsatz kommen, wie im Viertelfinalsieg beim SC Schalding-Heinig. Denn bei den Reservisten handelt es sich um Kräfte aus der letztjährigen Meistermannschaft, die nicht nur den Ehrgeiz haben weiterzukommen, sondern auch um ihre Verträge spielen.

Die Mannschaft des FC Memmingen

Bis auf Stefan Heger sind vermutlich alle Mann in der Startelf. Am Wochenende gab es zur Regeneration zwei Tage trainingsfrei, um alle Kräfte zu mobilisieren. „Wir haben die einmalige Möglichkeit, etwas zu erreichen. Das ist unser großes Ziel“, betont FCM-Trainer Christian Braun.

Risikospiel

Die Einstufung der Partie durch die örtlichen Behörden als „Risikospiel“ mit strikter Fantrennung hat für Verstimmung beim FCM-Vorstand gesorgt. Denn es bedeutet für den Verein erneut einen erhöhten Aufwand an Security, Ordnern, Kassen- und Kioskpersonal.

  1. Vorsitzender des FC Memmingen Armin Buchmann geht nicht davon aus, dass aufgrund des Spieltermins sich überhaupt die 50 avisierten Kickers-Anhänger auf den Weg ins Allgäu machen. In Schalding-Heining befanden sich im Viertelfinale unter den 500 Zuschauern nur eine Handvoll Gästefans und auf den Kosten für den Zusatzaufwand bleibt der FCM sitzen. – Durch die Teilung der Einnahmen mit Würzburg und dem Verband müssen laut Buchmann über 1.200 Zuschauer kommen, damit Memmingen finanziell mit dem Pokalschlager eine schwarze Null schreibt.

Rund um die Begegnung

Der Verkauf vor allem der Tribünenplätze lief bisher gut. Vorverkaufsstellen sind die Esso-Tankstelle direkt am Stadion und das MZ-Servicecenter. Auch an den Abendkassen ab 17.30 Uhr (Öffnungszeit der Arena), wird es noch Sitzplatzkarten geben. Dauerkarten und Freikarten gelten bei diesem Pokalspiel nicht, bei den VIP-Karten ist die Begegnung enthalten.

Die voraussichtliche Aufstellung des FC Memmingen

Tor: Beigl – Abwehr: Nikolic, Schmeiser, Weiler, Buchmann – Mittelfeld: Mayer, Hoffmann, Bonfert, Eisenmann – Angriff: Salemovic, Krogler.

Auswechselspieler: Anzenhofer, Friedrich, Robinson Zuka, Lhotzky, Geldhauser, Sapina, Gruber (Tor).

Schiedsrichter: Hartmann (Wangen); Assistenten.

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