Landkreis unterstützt Heimertingen beim Bau einer Unterführung

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Eine Unterführung in Heimertingen ist Voraussetzung für die geplante Regio-S-Bahn zwischen Memmingen und Ulm. Beim letzten Kreisausschuss des Unterallgäuer Kreistags Ende September dieses Jahres wurde beschlossen, dass sich der Landkreis Unterallgäu an den Kosten für den Bau einer Unterführung in Heimertingen beteiligt. Der Kreis wird demnach die Hälfte der Kosten tragen, die bei der Gemeinde verbleiben – voraussichtlich rund 350.000 Euro.

An die am Galgenbergweg geplante Unterführung für Radler und Fußgänger soll auch der Bahnhalt angeschlossen werden, der im Zuge der Regio-S-Bahn in Heimertingen entstehen soll. Das Projekt ist laut Landrat Hans-Joachim Weirather Voraussetzung dafür, dass die Regio-S-Bahn auf der Illertalbahn zwischen Ulm und Memmingen realisiert werden kann. „Die Gemeinde Heimertingen ist bereit, richtig Geld auszugeben, ohne dass sie das müsste“, sagte Weirather. „Das wollen wir anerkennen.“

Wie Weirather erinnerte, baut die Deutsche Bahn die für die Regio-S-Bahn erforderlichen sechs neuen Bahnhalte nur, wenn dies nicht teurer ist als 15 Millionen Euro ist. Da die ursprünglichen Kostenschätzungen jedoch höher lagen, muss eingespart werden. Das ist im Unterallgäu in Heimertingen möglich, wenn die Pläne für den dort vorgesehenen Bahnhalt entsprechend geändert werden.

Laut Weirather handelt es sich in Heimertingen um eine besondere Situation, da dort ein sogenannter Kreuzungsbahnhof besteht, in dem sich auf der sonst eingleisigen Strecke Züge begegnen können. Das bedeutet, dass in Heimertingen zwei Außenbahnsteige gebaut werden müssen. Dem Landrat zufolge muss die Voraussetzung geschaffen werden, dass die Fahrgäste auch am zweiten Bahnsteig einsteigen können. „Dass die Fahrgäste wie früher über die Bahngleise laufen, um das zweite Gleis zu erreichen, entspricht nicht mehr den technischen Regeln.“

Deshalb war nach den Worten von Landratsamt-Abteilungsleiterin Dr. Maria Bachmaier zunächst geplant, dass der Bahnsteig über den Bahnübergang im Reuteweg erschlossen wird. Der Bahnübergang sollte dazu entsprechend umgebaut werden. Um Kosten zu sparen, soll die Erschließung nun über eine Unterführung erfolgen, die die Gemeinde selbst baut und finanziert. Für das Gesamtprojekt Regio-S-Bahn ergebe sich damit eine Ersparnis von 1,4 Millionen Euro und der Kostenrahmen würde eingehalten, so Bachmaier.

Landrat Weirather dankte der Gemeinde für die Bereitschaft, diesen Weg mitzugehen. „Sonst ginge es nicht. Die Regio-S-Bahn wäre gestorben“, sagt der Landrat und fügte hinzu: „Wir sollten die Gemeinde mit den Kosten aber nicht alleine lassen.“ Denn der Bau der Unterführung komme letztlich allen zugute. Geplant ist nun, dass sich der Landkreis und die Gemeinde die Kosten teilen, die abzüglich einer 50-prozentigen Förderung durch den Staat anfallen.

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