Schwabenbund will E-Ticket einführen

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Mit einem neuen System soll man künftig verschiedene Fahrten auf einmal buchen können. Wer in der Region mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen möchte, soll sich künftig übers Handy oder im Internet auf einen Blick über alle Fahrtmöglichkeiten und Tarife informieren können. Hat man seine Reiseroute zusammengestellt, soll man die Fahrkarte als elektronisches Ticket erwerben können – mit einem Klick, auch wenn es sich dabei um mehrere Anbieter handelt.

Das ist das Ziel des Projekts „Schwabenbund-Services“. „Es handelt sich dabei um eines der innovativsten ÖPNV-Projekte des ländlichen Raumes bundesweit“, sagte Werner Weigelt, Geschäftsführer des Schwabenbunds, als er das Vorhaben im Kreisausschuss des Unterallgäuer Kreistags vorstellte. Der Ausschuss begrüßte das Projekt und sprach sich dafür aus, dieses mit 164.000 Euro zu unterstützen.

Geplant ist ein neutrales System, über das die bereits existierenden Informations- und Vertriebswege verschiedener Verkehrsunternehmen verknüpft werden. Wie Weigelt erläuterte, umfasst das Projektgebiet zunächst die Landkreise Unterallgäu, Ostallgäu und Günzburg sowie die kreisfreien Städte Kempten und Memmingen. Das Gebiet, in dem man das neue E-Ticketing-System anwenden kann, soll anschließend jedoch vergrößert werden.

Außerdem sei eine Erweiterung des Systems um touristische Angebote geplant, sagte der Geschäftsführer des Schwabenbunds. So soll man künftig nicht nur Fahrkarten für verschiedene öffentliche Verkehrsmittel auf einmal erwerben, sondern auch Zusatzangebote wie Fahrten mit Bergbahnen oder Eintrittskarten für Freizeitparks oder Museen in einem Vorgang buchen können. Geplant ist, dass das neue System ab 2019 betriebsbereit ist.

Die Gesamtkosten für die Vernetzung der Mobilitätsanbieter betragen 1,23 Millionen Euro. Die Hälfte dieser Kosten übernimmt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, die andere Hälfte müssen die beteiligten Landkreise und Städte tragen. Die Stadt Kempten und die Landkreise Oberallgäu und Günzburg haben einer Kostenbeteiligung bereits zugestimmt. Die späteren Betriebskosten werden von den beteiligten Verkehrsunternehmen im Projektgebiet getragen.

„Schwabenbund-Services“ ist ein Projekt des Schwabenbunds. Der Schwabenbund ist ein Zusammenschluss von Landkreisen, Städten, Wirtschaftskammern und weiteren Institutionen. Ziel ist es, den länderübergreifenden Lebens- und Wirtschaftsraum Schwaben zwischen den Metropolregionen Stuttgart und München stärker zu positionieren.

Mitglieder des Schwabenbunds sind die Landkreise Unterallgäu, Oberallgäu, Günzburg, Neu-Ulm, Heidenheim, Biberach und der Alb-Donau-Kreis, die Städte Ulm, Biberach, Kempten und Memmingen sowie die Handwerkskammer für Schwaben, die Handwerkskammer Ulm, die Industrie- und Handelskammer Schwaben, die Industrie- und Handelskammer Ulm, die Allgäu GmbH, die Innovationsregion Ulm und der Regionalverband Donau-Iller.

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