Warum hat IBM Lotus und andere Softwareprodukte an HCL verkauft?

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Der genannte Deal hatte tatsächlich einen Wert von 1,8 Milliarden US-Dollar, eine Reihe an wertvollen Softwareprodukten wurde an HCL verkauft. Der potentielle Markt ist aber noch viel größer, die Rede ist von mehr als 50 Milliarden US-Dollar. Die Rede ist übrigens von folgenden Softwareprodukten:

  • Notes
  • Domino
  • Sametime
  • Connections
  • Portal
  • und weitere

Vor dem Verkauf gab es bereits zahlreiche Partnerschaften zwischen IBM und HCL. Eine Reihe von digitalen Unternehmensziele war dabei von zentraler Bedeutung. Für die meisten handelt es sich bei dem E-Commerce Angebot um eine wichtige Anwendung. Die Marktbereiche wachsen stark. Diese beziehen sich hauptsächlich auf den Handel, das Marketing und die Sicherheit. Genau das ist die Strategie von HCL.

Eine weltweit bekannte Marke

Die meisten der genannten Produkte werden von Kunden besonders hoch geschätzt und sind deshalb weit oben positioniert. Durch den Verkauf ist es möglich weitere Branchen und Märkte zu erreichen und zu bedienen. Vor dem Verkauf gab es einen Kauf von Red Hat durch Bigl Blue um sagenhafte 34 Milliarden Dollar. Gerüchte lassen vermuten, dass mit dem Verkauf der Produkte diese Kosten gedeckt werden sollten.

Nun ist es das Ziel, sich auf sehr wachstumsstarke Nischenmärkte zu konzentrieren. Das Softwaredienstleistungsgeschäft ist besonders arbeitsintensiv. Nun liegt es an HCL und am Management des Unternehmens, die erworbenen Produkte auch als lukrative Investitionen umzuformen. Der größte Vorteil von Programmen, wie zum Beispiel Lotus Notes ist hauptsächlich die Sicherheit vor Ausfällen. Jahrelang war es möglich, die Server ohne Aufsicht laufen zu lassen. Deshalb wollten viele Kunden für Kundenservice oder Upgrades nicht mehr bezahlen. Die meisten weigerten sich auch, die zusätzlichen Apps zu verwenden, bzw. zu finanzieren.

Eine neue Richtung

Viele Unternehmen haben sich in den letzten zehn Jahren dazu entschlossen, sich von Lotus Notes zu distanzieren. In den letzten Jahren sanken die Einnahmen von zuvor 10 Millionen Apps auf ca. 2 Millionen Apps, dieser Abwärtstrend geht Experten zufolge weiter nach unten. In den letzten Jahren sind neue Plattformen aufgetaucht, welche sich besser für die Migration von Lotus Notes Apps eignen. Das Ziel ist die Automatisierung der Migration mit neuen Technologien.

Damit sollten die Kosten gesenkt werden. HCL ist ein indischer Dienstleister, der nun die komplette Wartung und Entwicklung der genannten Softwareprodukte übernommen hat. Auch der Lotus Notes Support läuft nun über HCL. Nach dem die geplante Transaktion bekannt wurde, sanken die Aktienkurse um 7,7 %. Immerhin handelt es sich bei HCL um den drittgrößten indischen IT Konzern in diesem Bereich.

Die größten Marktchancen

Die Ankündigung der großen Transaktion erfolgte bereits im Dezember 2018. In der IT-Branche handelt es sich um eine der größten Übernahmen in der Geschichte. Seit dem Jahr 1995 waren die Softwareprodukte im Besitz von IBM. HCL hat das Ziel, Produkte und Plattformen zu entwickeln und zu verbessern, weil die größten Marktchancen dort vermutet werden. Deshalb wird weiterhin in Handel, Marketing und Sicherheit investiert. Nach der Übernahme wurde ein Zugang zu mehr als 5000 Kunden auf der ganzen Welt ermöglicht.

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